Hate Speech – Beleidigung, Diskriminierung und Hass im Netz

Was ist Hate Speech?

Hate Speech (zu deutsch Hassrede) bezeichnet allgemein die sprachliche Ausdrucksweise von Hass mit dem Ziel der Herabsetzung und Verunglimpfung bestimmter Personen oder Personengruppen. Gemeint sind alle Ausdrucksformen, die Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder andere Formen auf Intoleranz beruhendem Hass verbreiten, dazu anstiften, sie fördern oder rechtfertigen. Das schließt auch Intoleranz ein, die sich in aggressivem Nationalismus und Ethnozentrismus, der Diskriminierung und Feindseligkeit gegenüber Minderheiten und Menschen mit Migrationshintergrund äußert. Betroffene werden aufgrund bestimmter Gruppenzugehörigkeit mit abwertenden, aggressiven und menschenverachtenden Äußerungen konfrontiert. Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Zugehörigkeit zu einer Partei oder aber auch gesellschaftliches Engagement lassen Menschen zur Zielscheibe von Hate Speech werden. Mit rassistischen, sexistischen oder antisemitischen Beleidigungen oder durch das bewusste Verbreiten von Vorurteilen oder Falschmeldungen soll so eine Stimmung erzeugt werden, die die Angehörigen dieser Gruppen gesellschaftlich ausgrenzt und die Gewalt ihnen gegenüber rechtfertigt. Obwohl Hate Speech auch „offline“ stattfindet, bezieht sich der Begriff insbesondere auf Hassrede im Internet. Hate Speech nimmt in der digitalen Welt zumeist ein stärkeres Ausmaß an als im realen.

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Was hilft gegen Hate-Speech?

Diejenigen, die Hate Speech verbreiten, berufen sich oft auf das Recht der freien Meinungsäußerung. Jedoch endet das Recht der freien Meinungsäußerung dort, wo jemand beleidigt oder verleumdet wird oder wo der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt ist. Anbieter von sozialen Netzwerken und Online-Redaktionen gehen gegen Hate Speech teilweise entschiedener vor als noch vor einigen Jahren. Inhalte werden gefiltert oder Kommentare moderiert, um Hass-Botschaften schneller zu identifizieren und zu löschen.

Im Oktober 2017 trat mit dem sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetz (kurz: NetzDG, eigentlich: Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken) ein Gesetz in Kraft, das das sich gegen Hetze und gefälschte Meldungen (Fake News) in sozialen Netzwerken richten soll. Gesetz verpflichtet die Betreiber gewinnorientierter sozialer Netzwerke dazu, “offensichtlich strafbare Inhalte” innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde zu löschen. Der Entwurf wurde von Interessenverbänden, Bürgerrechtlern, Juristen und Datenschützern scharf kritisiert.

Es bleibt vor allem die Aufgabe der einzelnen Internetnutzer, bei diesem Thema wachsam zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Mögliche Maßnahmen gegen Hate Speech:

  • Inhalte blockieren und melden!
    Beleidigungen, Verleumdungen usw. sind Straftaten – egal ob sie online oder offline begangenen werden. Melde die Anfeindungen beim Netzwerkbetreiber, bei der Polizei oder auf speziellen Seiten.
  • Inhalte löschen!
    Freie Meinungsäußerung endet dort, wo andere in ihrer Menschenwürde angegriffen werden. Sichere Beweise und lösche die Hassrede, damit sie nicht weiter verbreitet wird.
  • Gegen Hass im Netz sensibilisieren!
    Einen respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander lässt sich trainieren. Hierzu gilt es Normen aufzustellen und die Folgen von Hassrede zu verdeutlichen.