Wilhelm-Kaisen-Oberschule


Datum/Zeit
27.08.2019
Ganztägig

Veranstaltungsort
Valckenburghstraße 1-3
28201 Bremen
Deutschland


Bereits zum zweiten Mal besuchten wir die Wilhelm-Kaisen-Oberschule in Bremen und das Wilhelm Gymnasium in Braunschweig – doch dieses Mal in doppelter Ausführung. In je zwei parallellen Workshops konnten wir in dieser Woche mit insgesamt sechs Klassen der Jahrgangsstufe 8 in die virtuelle Lebenswelt eintauchen. Die Schülerinnen und Schüler waren gespannt auf unser Angebot und hatten bereits selbst eine genaue Vorstellung davon, was sie an diesem Tag erfahren möchten.

In den ersten beiden Tagen drehte sich das Interesse rund um den eigenen Datenschutz – Was passiert mit meinen Daten im Netz? Wo werden meine Daten gespeichert? Und wie kann ich mich denn noch besser schützen? – Die Überraschung war groß, als wir gemeinsam in den praktischen Übungen aus der umfassenden Stationenarbeit entdecken, welche Prozesse im Hintergrund auf dem eigenen Smartphone ablaufen und welche Berechtigungen die zahlreichen Apps zugesprochen bekommen. Da die Übungen nicht lose in der Luft rumschwirren sollen, konnten die Schülerinnen und Schüler das Erlernte auch direkt am eigenen Smartphone anwenden. Die Begeisterung war groß, so dass die einzelnen Tipps und Tricks sorgfältig dokumentiert wurden, um sie direkt an Freunde und Familie weiterzureichen.

Von Filterblasen über Hassrede bis hin zu Social Bots – am letzten Tag der Workshop-Reise betrachteten wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Braunschweiger Gymnasiums die verschiedenen Phänomene die unsere virtuelle Realität hochgradig beeinflussen und formen. In einer intensiven Gruppenarbeit analysierten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Gefahren und entwickelten Handlungs- und Lösungsstrategien um einen besseren Schutz zu gewähren. Entlang der großen W-Fragen wurden die Ergebnisse präsentiert. An konkreten Beispielen wurde anschaulich darüber diskutiert, wie man den auftretenden Phänomenen idealerweise entgegenwirken kann. Insbesondere waren für die Schülerinnen und Schüler rechtliche Fragen interessant – wie die Rechte am eigenen Bild und die der Weiterverbreitung.

Die Ergebnispräsentation und -diskussion veranschaulichte wie eng verwoben die Gefahren doch miteinander sind – nicht nur in ihrer Absicht, sondern auch in ihren Lösungsansätzen. So kamen die Schülerinnen und Schüler zum dem Schluss, dass der eigene (Daten-)Schutz im Netz nicht nur von einem selbst abhängig ist, sondern auch von Freunden, Familie und der ganzen Netzcommunity. Dabei liegt es an jedem Einzelnen, den sozialen Lebensraum mitzugestalten, um Hass, Propaganda und Provokation aktiv entgegenzutreten.


Fotos des Workshops: