Oderbruch Oberschule


Datum/Zeit
23.03.2018
Ganztägig

Veranstaltungsort
Kiebitzwinkel 3
15320 Neutrebbin
Deutschland


Am 23. März 2018 fiel der Vorhang für unseren ersten Workshop an der Oderbruch Oberschule in Neutrebbin. Im Rahmen des hiesigen Aktionstages, der wie in jedem Jahr zur gemeinsamen Verständigung in der Schulgemeinschaft beitragen sollte, schrieben sich zahlreiche interessierte Schülerinnen und Schüler in unseren Workshop ein.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sollten die Jugendlichen gleich zu Beginn aufschreiben, welche Themen sie gerne besprechen würden. Unterstützt durch zahlreiche Fotos und Illustrationen auf den Tablets notierte sie ihre Ideen auf Post-Its, die wir an der Tafel sammelten und sortierten. Inspiriert durch diese Vorschläge standen zunächst die Online-Gewohnheiten der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. In angeregten Fragerunden fanden wir heraus, dass viele von ihnen zahlreiche Online-Dienste nutzen, nur wenige aber Schutzeinstellungen kennen und anwenden. Das war die perfekte Basis für unsere anschließende Stationenarbeit.

Ausgestattet mit einem Laufzettel besuchten die Teilnehmenden nacheinander die Stationen „Appgesichert“, „Datenspuren“ und „Passwörter“. Hier hatten sie verschiedene Aufgaben eigenständig zu lösen. Unterstützung boten dabei die Tablets, auf denen sich zahlreiche Erklär-Videos, Präsentationen und Anleitungen fanden. Es war schön zu beobachten, wie sich die Schülerinnen gegenseitig halfen, um Punkt für Punkt auf ihren Laufzetteln abzuhaken. Wussten sie einmal nicht weiter, erarbeiteten wir gemeinsam mit ihnen die Lösung. Am Ende hatten fast alle ihre Zettel vollständig ausgefüllt. In der Auswertung lernten sie durch die ergänzenden Hinweise unseres Referenten weitere Einstellungsmöglichkeiten kennen, die sie direkt an ihrem Smartphone ausprobieren konnten. Sensibilisiert für die vielen Fallstricke beim Datenschutz, stellten wir zum Abschluss des ersten Blocks die ersten drei Regeln für unseren Schul-Aktionsplan für einen respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang im Internet auf: Datensparsamkeit, Datenschutz, Datencheck.

Der zweite Teil des Workshops stand im Zeichen der Gefahren im digitalen Lebensraum. In einem Brainstorming sammelten wir Stichworte und Ideen, wobei deutlich wurde, dass viele Gefahren bekannt sind, aber selten genau benannt werden können. Hier half der Referent, indem er die Gefahren kurz vorstellte und einordnete. Die Vielzahl an Risiken verblüffte die Schülerinnen und Schüler ebenso wie das anschließende Video über Amanda Todd an, welche durch (Cyber)mobbing in den Selbstmord getrieben wurde. Gemeinsam besprachen wir das Gesehene, suchten nach Gründen und nach möglichen Auswegen aus einer solchen Situation.

Inspiriert durch das Fallbeispiel ordneten die Teilnehmenden in einem Memory spiel die Fotos von Gefahrensituation ihren Beschreibungen zu und bildeten dadurch zugleich drei Expertengruppen für die anschließende Gruppenarbeit: (Cyber)mobbing, Hate Speech und Fake News. In den Expertengruppen erstellten sie. Aufgabe war es, gemeinsam eine Mind Map zu ihrem Thema zu erstellen, aus der Merkmale, Formen und Schutzstrategien hervorgingen, und die Ergebnisse im Anschluss ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu präsentieren. Als Experten zu ihrem Thema sollten sie zudem künftig für Fragen zu Verfügung stehen. Hilfe fanden sie erneut in den zahlreichen Informationsmaterialien und auf dem Tablet. Entsprechend akribisch arbeiteten sie sich in die Themen ein und gestalteten ihre Plakate. Zum Abschluss ihrer Präsentation stellten die Gruppen jeweils jene drei Regeln vor, die aus ihrem Themenbereich in unseren Aktionsplan einfließen sollten. Am Ende eines ereignisreichen Workshop-Tages stand damit unser erster Aktionsplan mit dem Titel „So schützt sich die OSN im Internet“.

Die finale Feedbackrunde unterstrich noch einmal, wie wichtig derartige Projekte für junge Menschen sind. Angetrieben durch die zahlreichen positiven Eindrücke, Fragen und Anregungen freuen wir uns auf die nächsten Veranstaltungen.

 


Fotos des Workshops: