Gymnasium Corveystraße


Datum/Zeit
20.06.2019
Ganztägig

Veranstaltungsort
Corveystraße 6
22529 Hamburg
Deutschland


Social Bots? Framing? Und Filter Bubbles? Über diese und zahlreiche andere Begriffe informierten sich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Altenholz und des Hamburger Gymnasiums Corveystraße in der vergangenen Woche. Nach unseren erfolgreichen gemeinsamen Workshops im letzten Jahr freuten wir uns, unser Projekt erneut an beiden Schulen durchführen zu können. Das gab uns die Möglichkeit, Bewährtes zu wiederholen und zu vertiefen und zugleich neue Elemente in die Diskussion einzubringen. Die Folge waren drei tolle Workshoptage, an denen wir uns über moderne Gefahren im Internet austauschten und diese in engen Bezug zu der Erfahrungswelt der jungen Menschen setzten.

In Altenholz führten wir den Workshop in diesem Jahr an zwei Tagen in den zwei 11. Klassen des Gymnasiums durch. Angeregt durch zahlreiche Fragen entstand gleich zu Beginn eine intensive Diskussion über die Notwendigkeit, aber auch über die tatsächlichen Möglichkeiten eines effektiven Datenschutzes in unserer mediatisierten Gesellschaft. Während einige Schülerinnen und Schüler meinten, Datenschutz sei aufgrund der Vielzahl von Informationen, die wir auf zahlreichen Portalen und im Alltag abgeben, nahezu unmöglich, argumentierten andere, dass gerade aus diesen Gründen ein bewusster Umgang mit den Daten so wichtig sei. Hierbei offenbarte sich erneut, wie hoch die jungen Menschen den Schutz ihrer Daten einstufen, wie wenig bekannt ihnen jedoch die Tragweite der Datenerfassung ist. In der Stationenarbeit konnten sie die wichtigsten Einstellungen ausprobieren und selbst entscheiden, wie sehr sie ihre Daten schützen möchten.

Sowohl in Altenholz als auch in Hamburg, wo wir den Workshop in diesem Jahr mit einer 10. Klasse des Gymnasiums durchführten, standen die Gefahren im Internet im Mittelpunkt der Workshops. Die Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren Erfahrungen mit Hate Speech und Fake News und von Problemen, angemessen auf die Phänomene zu reagieren. Gemeinsam schauten wir uns die Wirkungsweisen an und analysierten Beispiele, welche die jungen Teilnehmenden im Internet gefunden hatten. Auf dieser Basis entwickelten sie eigenständige Lösungswege für die unterschiedlichen Situationen. Am Ende der Workshops trugen wir die Hilfsmaßnahmen zusammen, um mit den Schülerinnen und Schülern abschließend über eine weitere Schutzmöglichkeit zu sprechen: Counter-Speech, die aktive und faire Gegenrede.

 


Fotos des Workshops: