Big Data – Datensammelwut gegen die Privatsphäre

Was ist Big Data?

Der Begriff Big Data bezeichnet allgemein große Datenmengen, welche zu groß sind, um sie mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Im Speziellen, mit Blick auf das Internet, meint Big Data vor allem das Sammeln und Auswerten von Daten, die alle Nutzer in der digitalen Welt täglich produzieren. Datengrundlage bilden alle Informationen, die wir im Internet bewusst oder unbewusst abgeben (z. B. Informationen über das soziale Umfeld und den Beziehungsstatus; Stimmungen, Meinungen und politische Einschätzungen; Fotos und Videos; Standortdaten und Bewegungsprofile; Likes, Posts und Follower; Web-Protokolle, Verläufe, Online-Wunschzettel und Einkaufslisten; Verbindungsdaten und gespeicherten Kontakte; finanzielle Transaktionen und Kontodaten, Gesundheitsdaten uvm.).

Big Data umfasst damit heute jede mediale Handlung, deren Daten sich auswerten lassen. Diese Daten werden umfassend und jederzeit erhoben. Es handelt sich quasi um eine vollumfängliche, vollzeitliche Datensammlung. Die Daten sollen weiterentwickelt und nutzbringend eingesetzt werden. Sie helfen gewinnorientierten Geschäftsmodellen, Trendforschungen und Werbeanalysen dabei, Entwicklungen zu erkennen und diese zu nutzen. Big Data steht dem Wunsch nach Privatsphäre und persönlichem Datenschutz entgegen.

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Was hilft gegen die Datensammelwut und Datenauswertung?

Wer im Internet unterwegs ist, sollte sich auch mit dem Schutz der Privatsphäre beschäftigen. Es ist wichtig, die eigenen Rechte zu kennen, vor allem aber die Möglichkeiten für einen effektiven Datenschutz zu nutzen. So müssen Telekommunikationsanbieter einerseits bestimmten gesetzlichen Vorgaben folgen, andererseits sollten Nutzer selbst einige Maßnahmen ergreifen, um ihre eigenen Daten zu schützen.utet.

Mögliche Maßnahmen für den Schutz der Privatsphäre:

Datensparsamkeit!
Gebe so wenig wie möglich private Daten preis – insbesondere in sozialen Netzwerken. Nutze Privatsphäre-Einstellungen in Netzwerken konsequent. Bleib nicht dauerhaft eingeloggt. Achte darauf, wer Deine Fotos sehen kann. Verwende Messenger und Internetseiten, die wenige Daten sammeln. Lösche deinen Browserverlauf sowie die Cookies und den Cache regelmäßig. Speichere keine Passwörter im Browser oder in Apps. Schränke den Datenzugriff von Apps und Diensten ein. etc.

Datenschutz!
Wenn Du Daten abgibst, schütze Sie bestmöglich. Gut gewählte Passwörter sind eine Grundvoraussetzung für Datensicherheit im Internet. Nutze für jeden Account unterschiedliche Passwörter und wechsle diese regelmäßig. Achte auf sichere Verbindungen, wenn Du Daten abgibst (Stichwort: https://). Update deine Programme und Geräte regelmäßig. Verwende Anti-Virenprogramme und nutze nur sichere App-Stores. etc.

Datencheck!
Überprüfe regelmäßig, was das Internet über dich weiß. Viele Dienste erfassen deine Daten und tauschen sie mit anderen aus. Wenn Du Dich selbst und Deine Accounts im Internet suchst, siehst, Du, was andere finden können, wenn Sie nach Dir suchen. Tauchen hier private Dinge auf, lösche Sie auf der Ursprungsseite und überprüfe deine Datenschutzeinstellungen bei den Anbietern. Kontrolliere regelmäßig Dein Smartphone und entferne nichtbenötigte Apps und Programme.

Durchdachtes Handeln!
Warum lassen wir im Internet Dinge zu, die wir im privaten Leben nie akzeptieren würden? Stelle Dir diese Frage immer wieder und handle dementsprechend. Auch wenn das Internet so fern und unnahbar scheint, hat es direkte Auswirkungen auf das reale Leben.

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